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Audio-Mastering: Laut, Lauter, am Lautesten… ?

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Wie sollten Studio-Mixe beschaffen sein, bevor sie zum Mastering-Studio geschickt werden… Eine wichtige Frage!

Am Lautesten… das setzt sich gegen alles andere besser durch? Weil man augenscheinlich mehr hört bzw. weniger laute Signale überdeckt werden. Also weniger laute Musik entsprechend weniger wahrgenommen wird? Das ist nur bedingt richtig. In einigen Situationen ist ein extrem lautes Quellmaterial für das Mastering von Nachteil und so auch für den Hörer. Warum ist das so.

mastering07In den Studios, im Radio und im Fernsehen gibt es bei den Tontechnikern, Ton-Ingenieuren und Tonmeistern viel Gesprächsstoff zu diesem Thema. Auch einige Plattenfirmen beschäftigen sich inzwischen mit dieser durchaus kontrovers diskutierten Thematik: Seit Jahren geht der Trend dahin, besonders im Bereich der Unterhaltungsmusik durchsetzungsfähige, also laute Musik zu produzieren. Die Eigendynamik der Musik wird hier bisweilen sogar soweit eingeschränkt, dass auf einigen Messgeräten schon annähernd keine oder kaum noch Pegelunterschiede abzusehen sind. Die Messbalken stehen wie ein Brett auf Anschlag. Sicherlich ist die Musik dann Laut. Die Peaks sind ausgereizt, das subjektive Empfinden der Lautheit ist eindeutig laut, das RMS-Meter zeigt eine Dynamikrange von weniger als 5db über den gesamten Titel an und das Peak-Meter steht permanent auf 0 db(fs) also wirklich absolut maximalster Signalpegel für digitales Tonmaterial.

Als Quellmaterial für´s Mastering ist ein solches Tonmaterial nicht wirklich geeignet. Der Mastering-Ingenieur hat in diesem Fall kaum noch Möglichkeiten kreativ mit der Musik umzugehen. Das ist aber eigentlich sein Job, denn er ist es, der quasi das letzte künstlerische Ohr anlegen darf an die Musik, die die Künstler im Studio im Schweiße ihres Angesichts aufwendig für die Nachwelt aufgezeichnet haben. Das Problem ist einfach nachzuvollziehen. Im Mastering wird u.a. am Pegel, am Frequenzspektrum und am Stereospread, also der Klangtiefe und Klangbreite gearbeitet. Wenn durch hohe Komprimierungsprozesse im Studio oftmals die Klangdichte schon so extrem zusammengeschoben wurde, dann bleibt kaum noch Möglichkeit in einem Stereo-Master auf klangliche Feinheiten einzugehen. Manchmal entsteht durch diesen Komprimierungsprozess schon im Mix ein unangenehmes Pumpen, d.h. das leisere Passagen zeitweise lauter erscheinen und plötzlich durch einen Kick in ihrem Frequenzband völlig ins Abseits gedrängt werden. So entsteht in Bereichen die man gerne transparent haben möchte ein energieabhängiger Klangabfall oder Klangeinbruch, der sich auch im Mastering kaum mehr kompensieren lässt. Oft ist dabei der Fall, das die Leadvocals die bisweilen nicht zu den energiereichsten Klängen zählen geradezu vom Bass, der Basedrum und den Flächensounds ins Abseits gestellt werden. Ein Teil der Musik, der vermutlich sogar textlich relevant ist, wird also der gewisser Maßen der Lautstärke schon im Mix geopfert. Hier kann manchmal nur Schadensbegrenzung vorgenommen werden. Künstlerische Anteilnahme bleibt dem Mastering-Ingenieur so leider oft vorenthalten.

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